Den Tag im Gebet beginnen - persönlich

12. Mai 2020
Team der Diözesanstelle

Mich einfinden in der Gebets-Gemeinschaft der Welt-Geschwister

Ich suche einen Ort auf, an dem ich ungestört bist.

Ich richte mich so ein, dass es mir hilft, innerlich zur Ruhe zu kommen. Im Stehen oder Sitzen.

Vielleicht zünde ich eine Kerze an. Vielleicht schalte ich leise eine Musik an. Vielleicht stelle ich eine Ikone auf. Oder ich suche die Stille.

Das Licht der Kerze, die Töne, die Ikone oder die Stille können mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes zu öffnen. 

Ich nehme mir ohne Druck Zeit, mich zu sammeln: Hinein in Gottes Gegenwart; hinein in die weltweite Gemeinschaft der Menschen.

Ich schließe meine Augen. Ich spüre den Kontakt zum Boden oder zur Sitzfläche.

Es gibt jetzt nichts weiter für mich zu tun, festzuhalten oder zu planen.

Wichtig ist, dass ich jetzt da bin: Als Schwester/als Bruder unter den vielen Geschwistern weltweit, die mehr oder weniger von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind.

Ich lausche nach draußen. Was nehme ich wahr?

Ich lausche in den weiten Raum der Welt. Ich neige meines Herzens Ohr den Menschen zu:

- die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben;

- die an Covid19 (schwer) erkrankt sind;

- die als ÄrztInnen und PflegerInnen um das Leben der vielen Covid19-PatientInnen kämpfen;

- die um erkrankte Angehörige, FreundInnen, KoellegInnen, NachbarInnen... bangen;

- die um gestorbene Angehörige, FreundInnen, KollegIn- die im Zuge der Pandemie Arbeit und Einkommen verloren haben und um ihre Existenz fürchten müssen;    nen, NachbarInnen... trauern;

- die im Zuge der Pandemie Arbeit und Einkommen verloren haben und um ihre Existenz fürchten müssen;

- die nach Heilmitteln und Impfschutz forschen;

- die in der Politik Verantwortung tragen für immer neue nächste Schritte im Umgang mit der Pandemie;    

- die die Hilfsbedürftigen nicht vergessen und für deren Unterstützung Sorge tragen;

- die phantasievoll die Einsamkeit durchbrechen und aktive Solidarität leben.  

Ich lausche nach Innen. Wie bin ich jetzt da?

Mit jedem Atemzug vertraue ich meine Welt-Geschwister Gott, dem tragenden Grund allen Lebens, an.

So verweile ich einige Zeit. Ich atme ein. Ich atme aus. Ich bete.

Ich schließe mein Gebet mit den Worten, die Jesus aus Nazaret uns Christen zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse usn von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen

(Vera Krause)